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Sima Dehgani fotografiert die Erinnerungsstücke von Geflüchteten

“Es ist gut, die Dinge zu zeigen“, findet Sima Dehgani. Für ihr Projekt “Ein Stück Erinnerung“ hat sie Objekte von Geflüchteten fotografiert.

„Sima Dehgani, geboren 1985 in München, studierte Fotografie an der Akademie der Bildenden Künste München. Ihr Vater ist iranischer Herkunft und ihre Mutter ist Deutsche. Neben ihrer Tätigkeit als Fotografin für namhafte Magazine, verfolgt sie auch eigene fotografische Arbeiten, die thematisch mit ihrer bikulturellen Identität verknüpft sind.“ Das ist Sima Dehganis Pressetext – ganz nebenbei sitzt Sima aber auch noch zusammen mit uns in der wunderbaren Schreinerei und kocht, isst, trinkt und teilt ihre Arbeit mit uns: Mit großer Freude wollen wir euch Simas Fotobuch “Ein Stück Erinnerung“ ans Herz legen!

Ich habe mit Sima über ihre Arbeit gesprochen: Für die Fotos ausgewählter Objekte ist Sima im vergangenen Jahr immer wieder in Flüchtlingsunterkünfte, Notunterkünfte und umfunktionierte Turnhallen gegangen und hat mit den Menschen dort gesprochen. Und bei “sprechen“ sind wir bei einem der großen Themen von Simas Projekt: Kommunikation – ein Buch als Verständigungsmittel, das Menschen, die in einem Land wie Deutschland leben dürfen, zeigen soll, was hinter dem manchmal noch zu abstrakten Bild von Geflüchteten steckt.

Nicht selten kamen Hände, Füße und andere Übersetzungshilfen zum Einsatz. Die, betrachtet man das Endprodukt, hervorragende Arbeit geleistet haben. Sima erzählt mir, dass die Vorgespräche für die einzelnen Fotos unterschiedlich und doch auf emotionaler Ebene oft sehr ähnlich waren. Die Geflüchteten waren bereit, für das Projekt etwas von sich preiszugeben und damit einen Teil des Weges mit Sima zu gehen. Einen Weg in Richtung Miteinander und Zusammenleben.

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