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McKamey Manor lässt deine schlimmsten Albträume wahr werden

McKamey Manor ist zwar eine Art Freizeitpark – aber statt Spaß empfindet man dort pure Todesangst.

Diese Menschen sind völlig am Ende, und das, obwohl es einigermaßen strenge Auflagen gibt, bevor sie das Haus betreten dürfen. Seit einiger Zeit müssen Besucher mindestens 21 Jahre alt sein, sie müssen sich ärztlich bestätigen lassen, dass sie sich in einem guten psychischen und physischen Zustand befinden, und sie müssen einen Vertrag unterschreiben. Den lässt McKamey von jedem Teilnehmer laut vorlesen und nimmt das auf Video auf – um sich vor Klagen zu schützen. Mit ihrer Unterschrift stimmen die Leute zu, dass sie Verletzungen und sogar Knochenbrüche in Kauf nehmen, dass ihnen die Haare abgeschnitten werden können, und dass sie mehrmals ausdrücklich vor dem Besuch gewarnt worden sind.

 

Acht Stunden Angst

 

Dann beginnt der Horror –  prinzipiell für die nächsten acht Stunden, so lange sollten sich die Teilnehmer eigentlich dort aufhalten. Aber das hat noch niemand geschafft, die längste Zeit, die jemand dort drin verbracht hat, waren sechs Stunden. Allerdings kann man auch nicht freiwillig abbrechen: Die Angestellten lassen niemanden gehen, egal wie sehr die Teilnehmer darum betteln. Ein Safeword gibt es auch nicht, es könnte auch ein bisschen schwierig werden, das zu benutzen, denn es ist an der Tagesordnung, dass den Leuten der Mund zugeklebt wird. Früher raus kommt man also nur, wenn man körperlich zusammenbricht oder die Psyche wirklich total am Ende ist, aber dieser Punkt wird bis zum bitteren Ende ausgereizt.

 

Kunstblut und Psychofolter

 

Doch wie schaffen Russ McKamey und sein Team das, die Menschen völlig zu zerstören, obwohl die ja eigentlich wissen, dass alles nur gespielt ist? Diese Frage lässt sich wohl nicht zu hundert Prozent beantworten, wenn man so eine Tour nicht selbst mitgemacht hat; aber McKamey hat den Horror in 14 Jahren einfach perfektioniert. Wenn man sich Videos der Touren ansieht, sieht man, das schon die Szenerie bis ins letzte Detail ausgearbeitet ist. Doch das Wichtigste ist wohl die Arbeit des Teams. Sie beschränken sich nicht darauf, aus einer dunklen Ecke hervorzuspringen und „Buh“ zu rufen, sondern wenden zum Teil echte psychische Folter an. Außerdem sind die Touren auf die persönlichen Ängste der Teilnehmer zugeschnitten. Es kommt literweise Kunstblut zum Einsatz, die Teilnehmer werden geschlagen, herumgezerrt, sie werden in Kühltruhen und andere enge Räume gequetscht, ihr Kopf wird unter Wasser getaucht, sodass sie denken, sie ertrinken. Sie werden gezwungen, eklige, unidentifizierbare Dinge zu schlucken – und das ist bei weitem nicht alles.

 

Die Warteliste ist trotzdem voll

 

Viele Leute merken während der Tour auch, dass sie sich wohl ein bisschen übernommen haben. Im Nachhinein versuchen sie dann, Russ McKamey zu verklagen – ohne Chancen. Durch die Videos hat sich McKamey gegen solche Klagen abgesichert. Er ist sogar froh über solche Leute und andere Kritiker, denn er meint, dass er nur dank ihnen so bekannt und erfolgreich geworden ist.

Russ McKamey hat nie ein Gewerbe angemeldet, und kann deswegen auch nicht behördlich kontrolliert werden. Er nimmt aus diesem Grund auch kein Geld für die Touren, sondern verlangt nur ein paar Dosen Hundefutter, die er dann spendet. Die Touren werden nur Freitag und Samstag angeboten und es gibt immer neue Bewerber, die daran teilnehmen wollen. Uns wird alleine schon vom Zuschauen ein bisschen übel, deswegen die Frage: Warum tut man sich das freiwillig an?!

 

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