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Examensklausuren verloren: DHL, was kannst du überhaupt?

You had ONE job, DHL!

Examenszeit ist für Jurastudenten Stress pur: Monatelang wird für die Prüfungen gebüffelt, in der Hoffnung, dass man am Ende hoffentlich besteht. Sechs Klausuren innerhalb von 2 Wochen sind unter anderem für angehende Juristen vorgesehen. Und jetzt stelle man sich mal folgendes vor: Man hat gerade eine Examensklausur geschrieben, aber die Prüfungsblätter müssen aus logistischen Gründen per Post zum Korrigieren verschickt werden. Und sie kommen nicht beim Professor an. Klingt nach einem unglaublichen Albtraum? In Bremen ist dies nun Wirklichkeit geworden!

 

Panik: Das Paket ist weg!

 

36 Klausuren in Zivilrecht sollten nämlich per Post im hohen Norden an einen der Professoren verschickt werden. Der Grund dafür: Es waren noch Semesterferien und die korrigierende Person lebt im Süden Deutschlands. Deshalb wurde ausnahmsweise auf DHL zurückgegriffen – die übrigen Prüfungen wurden persönlich an die zuständigen Professoren und Richter abgegeben. Die 36 Blätter sind jedoch auf ihrem Weg in den Süden spurlos verschwunden, trotz Sendungsnummer. Das Unternehmen entschuldigte sich sofort für den Vorfall beim Oberlandesgericht Bremen und bedauerte das Verschwinden des Pakets.

Ein sehr schwacher Trost für die 36 betroffenen Studenten. Die müssen sich jetzt zwischen zwei Sachen entscheiden: Sie können Anfang Mai eine Ersatzklausur schreiben, oder sie nehmen die Durchschnittsnote aus den anderen fünf Examensprüfungen in Kauf. Das Ergebnis der fünf Klausuren wäre dann die Gesamtnote für das Staatsexamen. Keine leichte Entscheidung für die Prüflinge, da die Resultate der restlichen Tests noch nicht feststehen. Ob das Paket nochmal auftaucht, ist mehr als fraglich. Wir drücken den armen, armen Studenten kräftig die Daumen, dass mit ihren Klausuren alles glatt läuft. Und an die liebe DHL: You had one job!

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