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Freiheit für die Brüste! Ein Selbstversuch ohne BH

Weg mit dem BH! Eine Studie zeigt, dass Frauen besser keinen Büstenhalter tragen sollten. Challenge accepted – ein wippender Selbstversuch.

Die Mehrheit der Mädels denkt morgens gar nicht darüber nach, ob sie einen Büstenhalter anziehen soll oder nicht. Er gehört zum Outfit wie Katzenvideos zum Internet. Ein BH ist zur Norm geworden, vielleicht gar zum Kleidungszwang. Es wird geschnürt, gepusht, verpackt – Brüste gehören offensichtlich hinter möglichst viel Stoff. Aber eine Studie zeigt nun, dass es besser wäre, wenn Frauen auf einen BH verzichten würden. Ist unsere tägliche Käfighaltung also totaler Unsinn?

 

Brüste raus für die Wissenschaft

 

Der französische Sportmediziner Jean-Denis Rouillon machte es sich zur Aufgabe, die Brüste seiner Landsladys zu untersuchen – natürlich nur aus rein medizinischem Interesse. Dazu analysierte er 15 Jahre lang (!) die Brüste von 320 Frauen. Alle Probandinnen willigten ein, all die Jahre keinen BH mehr zu tragen. So konnte der Arzt, dem die Französinnen vertrauen, beweisen, dass Büstenhalter mehr schaden als helfen. Wenn eine junge Frau ihren Busen ab der Pubertät immer stützt, dann verkümmert ihr Brustmuskel. Ihre Brüste „gewöhnen“ sich sozusagen daran, getragen zu werden. Dies führt laut dem Universitätsprofessor dazu, dass das Gewebe schlaff wird und ausleiere. Obwohl sie ihn ursprünglich gar nicht nötig gehabt hätten, werden sie abhängig vom Halt des BHs. Auch eine 28-jährige Läuferin beteiligte sich an der Studie. Sie trug auch beim Sport keinen BH mehr. „Nach fünf Minuten tat es nicht mehr weh“, erzählte sie. Wenn sie nun wieder einen BH trage, könne sie viel schlechter atmen.

Und um die Gesundheit geht es natürlich in erster Linie: Über eine eingeschränkte, flache Atmung klagten viele BH-Trägerinnen. Das liegt auch daran, dass die Hälfte der Ladys die falsche BH-Größe trägt. Zu enge Körbchen und einschneidende Träger können zu Verspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen führen, erklärt Hans-Ulrich Krüger, Chefarzt in der Bavaria Klinik in Freyung. Sind die Körbchen zu klein, kann das die Durchblutung stören und Lymphknoten und -kanäle zusammenpressen. Außerdem brauchen Brüste etwas Bewegung, damit die Lymphe überhaupt zirkulieren kann.

 

Bitte einmal freimachen

 

Sehr gute Gründe also, um den beiden Mädels unter dem T-Shirt mal Freigang zu gewähren. Allerdings mit einer Einschränkung: Bei der Studie des französischen Brust-Gurus hatten fast alle Frauen eine Körbchengröße zwischen A und C. Deshalb sind die Erkenntnisse für Frauen mit deutlich größerer Brust nicht repräsentativ. Für diesen Selbstversuch wurden Brüstem die dem Durchschnittsbusen einer deutschen Frau ziemlich nahe kommen, befreit – 13 % tragen ein A-Körbchen, 31% wurden mit B ausgestattet und 22 % sind Team C-Cup.

 

Aber nun weg mit dem BH, jetzt wird durch die Stadt gewippt

 

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