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Retro vs. High-Tech: Simon Stålenhags faszinierende Welt

Simon Stålenhags künstlerische Welt ist ein reizvoller Widerspruch in sich – hier trifft angestauber Retro-Charme auf futuristische Science-Fiction.

Schweden in den 80er Jahren: Die scheinbar unberührte Idylle skandinavischer Ödnis wird durchschnitten von aufragenden, absurden Technologien und undefinierbaren Objekten.

Die künstlerische Welt von Simon Stålenhag ist ein Widerspruch in sich – angsteinflößende High-Tech-Maschinen werden vor zauberhaften Kulissen platziert, Kampfroboter fallen im verschneiten Schweden ein und gigantische Raumschiffe schweben über einem verträumten Städtchen. Hier trifft angestauber Retro-Charme auf futuristische Science-Fiction und bildet damit genau die Mischung, die uns reizt.

Der gebürtige Schwede Stålenhag bezeichnet seine eigens erschaffene Alternativwelt als Loop-Universum – benannt nach einem fiktiven Teilchenbeschleuniger, der den umgebenden Landstrich elementar veränderte. In seinem Buch „Tales from the Loop“ füllt er seine Fantasiewelt mit Geschichten, die der Realität irgendwann gefährlich nahekommen könnten.

 

Gruselfaktor vs. Wohlfühlatmosphäre

 

Denn wenn man diese Bilder betrachtet, wirken all die futuristischen Elemente längst nicht so bizarr, wie man meinen könne – vielmehr fügen sie sich nahezu nahtlos ins Bild ein, als würden sie genau dort hingehören.

Vielleicht, weil sie irgendwann tatsächlich ein Teil dieser Gesellschaft sein könnten? Stålenhag glaubt, dass die Technik schon jetzt der wohl wichtigste Teil unseres Lebens ist: „Ich liebe Technik, ich baue und vertraue auf sie. Ich glaube, sie ist eine mächtige Kraft, die uns von den Zwängen manueller Arbeit befreien könnte“, erzählt er im Interview mit „Wired“.
Völlig zurecht ist der Schwede für seine Werke mittlerweile weltberühmt – aktuell wird sogar daran gearbeitet, sein Buch als TV-Serie zu adaptieren. „Es wäre das perfekte Format, um die menschlichen Beziehungen zu erforschen, etwas das sich mit den Landschaftsbildern nie zu Gänze realisieren ließe“, erklärt Stålenhag. Hier als Einstimmung schon mal ein paar Kunstwerke, die auch alleine ein mehr als ausdrucksstarkes Bild der einmaligen Retro-Zukunft entwerfen:

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