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SOFIs WORLD: Wie eine Stiftung das Leben der Kenianer verbessern will

Rauch in der Lunge und ein abgeholzter Regenwald – die Stiftung SOFIs WORLD will das Leben der Kenianer nachhaltig verbessern.

Von Lennart Zech

Kenia – es ist ein Land mit unzähligen Gesichtern. Mit paradiesischen Stränden und niemals endenden Trockensavannen, mit Vulkankraterseen und Nationalparks. Doch wer nicht im Urlaub von einem Luxus-Hotel zum nächsten High-Class-Ressort zieht, merkt schnell, dass das Land, in dem die Sonne senkrecht auf einen herabscheint, auch Schattenseiten hat. Wundanyi – Eine kleine Stadt in den Taita Hills, die mit ihren 2000-Meter-Bergen eigentlich Taita Mountains heißen müsste. Es ist eine Region, die ganz anders ist, als das restliche Kenia. In den Wolken gelegen und stets wesentlich kühler als die Lowlands, sind die Berge ein fruchtbarer Ort des Lebens. Der Regenwald musste in den vergangenen Jahren den unzähligen Terrassengärten und Anbaugebieten der Taitas weichen. Auch in diesen Tagen sieht man immer wieder riesige Flächen, welche brandgerodet werden – Und der Teil der nicht brandgerodet wird, wird abgeholzt und zum Feuer machen genutzt.

 

Kochen mit Holzkohle – für jede Mahlzeit

 

Für jede Mahlzeit, jeden Tee und jede kenianische Leckerei verheizen die Kenianer Holz oder Holzkohle. Dabei werden nicht nur Umwelt und Natur zerstört, sondern auch die Atemwege und Lungen der Nutzer. Denn die Feuer werden oftmals in zehn bis fünfzehn Quadratmeter großen Räumen entfacht. Von Ruß geschwärzt und ohne jeglichen Luftabzug. Der Rauch beißt in den Augen und ein Kratzen und Husten macht sich bereits nach wenigen Sekunden im Hals breit. Klaus Haegler erlebte es zum ersten Mal im Jahr 2010. Der ehemalige Druckereiunternehmer beschließt, dass er mehr tun kann, als einfach nur Spenden an große Stiftungen zu verteilen. Zusammen mit Quirin Walter, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit fünfzehn Monaten die verschiedenen Möglichkeiten der Biogaserzeugung und -nutzung für Kleinbauern erforscht, entwickelten sie ein Konzept für Entwicklungshilfe. „Ich tue hier etwas, was mir sinnvoll erscheint. Ich denke, dass ich mit der Arbeit in Kenia wirklich etwas verändern kann. Außerdem ist es das komplette Gegenteil von dem Nine-to-Five-Arbeiten in Deutschland“, sagt Quirin, der nun Projektleiter ist.

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