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Studie: Negative Freunde schaden Deiner Gesundheit

Mehrere Studien beweisen, dass wir uns unsere Freunde zum Vorbild nehmen – leider auch, wenn sie ständig schlecht drauf sind.

Den Launen unsere Freunde entkommen wir nicht – ob sie lachen oder schreien, zufrieden oder unglücklich sind. Wir sind ein Mosaik aus unseren Freunden. Zusammengepuzzelt aus den besten, aber auch schlimmsten Eigenschaften der Menschen, mit denen wir unseren Samstagabend und gelegentlich Zeit unter der Woche verbringen, formt sich unsere Persönlichkeit. Vielleicht nicht komplett neu und unwiderruflich, aber trotzdem macht es doch ziemlich viel aus, wie die Leute drauf sind, die zu unseren besten Freunden zählen.

 

Eine Studie des Harvard Business Review belegt nun, dass das Drama unserer Mitmenschen ansteckend ist – und noch viel schlimmer – sogar gesundheitliche Probleme für uns als Mitmenschen mit sich bringen kann. Kopfschmerzen, steigender Blutdruck und ein schwacher Kreislauf können beispielsweise Folgen eines starken Wutanfalls sein. Auch wenn dieser nur fünf Minuten dauert, kann unser Immunsystem für die nächsten sechs Stunden geschwächt sein. Das Erleben von starker Negativität kann unser Gehirn außerdem so umpolen, dass es uns leicher fällt, die schlechten statt die guten Dinge im Leben wahrzunehmen. Hält Stress dauerhaft an, kann er sogar zu Herzattacken führen. Misstrauen und Zynismus in Beziehungen zu lieben Menschen führen laut des Health Magazine zu einem größeren Riskio, im späteren Leben an Demenz zu erkranken.

 

Achte auf deinen Körper!

 

Je mehr Zeit wir also mit gestressten und übel gelaunten Freunden verbringen, desto mehr werden wir auch ein bisschen wie sie – denn wir versuchen ihnen natürlich auch mit ihren Problemen behilflich zu sein. Wir leiden mit ihnen, nehmen wir ihre schlechte Stimmung an. Auch wenn wir das gar nicht wollen, sorgt oft unsere freundschaftlich bedingte Empathie dafür. Ist das nur ab und zu der Fall, sind wir gern für unsere Liebsten da. Stellt es aber einen dauerhaften Zustand dar, sollte man sich doch Gedanken machen. Wir sind schließlich Rat gebende Freunde, kein ausschließlicher Mülleimer für Kummer.

Vielleicht sollten wir solchen Freunden beibringen, weniger zu jammern und mehr die eigenen Baustellen anzugehen, ohne alle anderen mit ins Stimmungstief zu reißen. Denn Optimismus kann sich der Mensch auch antrainieren – was ihn sogar vor Krankheiten schützen kann. Oder ist dir noch nie aufgefallen, dass du genau dann krank geworden bist, wo du mitten in der Prüfungsphase oder einem schlimmen Liebeskummer gesteckt hast? Probier’s ab jetzt mal mit guter Laune!

 

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Bildquelle: Aidan Meyer via Unsplash unter cc0 Lizenz

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