AussehenBeziehungFrauenMännerPartnerwahlSchönheitStudieWellesley College

Studie: Warum deine Ex-Lover alle gleich aussehen

Same same but different? Eine amerikanische Studie beweist: Schönheit liegt wahrhaftig im Auge des Betrachters. Aber warum?

All deine Ex-Geliebten können nicht nur gut mit Katzen, sondern haben auch alle blonde Haare, sind groß und super-skinny? Kein Wunder, sagt jetzt die Wissenschaft. Laut einer neuen Studie des Wellesley College hängt die eigene bisherige Erfahrung nämlich damit zusammen, wen wir attraktiv finden und wen nicht. Den Part mit den Katzen hat die Wissenschaft übrigens leider noch nicht herausgefunden…

Zum Einen spielt dein eigener Look bei der (Sex-)Partnerwahl eine wichtige Rolle. Sieht dir jemand ähnlich, stehen die Chancen gut, dass du denjenigen auch anziehend findest. Schon komisch, oder? Erinnert irgendwie an Hund und Herrchen, die sehen ja auch oft ähnlich aus. Der Studienleiter Jeremy Wilmer behauptet außerdem, dass wir in 50 Prozent der Fälle, die gleichen Gesichter als attraktiv beurteilen würden, aufgrund von unserer Liebe zur Symmetrie. Symmetrisch ist gleich schön, das weiß jedermann.

 

Wen man schön findet, liegt nicht an den Genen

 

Es gibt jedoch einen zweiten Faktor der – glücklicherweise – mit hinein spielt. Und hier wird’s erst richtig interessant. Die Forscher untersuchten den „Geschmack“ von 547 eineiigen Zwillingspaaren, um festzustellen, ob Schönheit wirklich im Auge des Betrachters oder doch in den Genen liegt. Sie hinterleuchteten zudem, inwiefern das Umfeld, in dem man aufgewachsen ist, eine Rolle spielt. Dazu testeten die Forscher auch zweieiige Zwillingspaare. Es stellte sich erstaunlicherweise heraus, dass weder die Gene, noch das Lebensumfeld die entscheidende Rolle spielen. Was ist also los? (Wie) Lässt sich erklären, wen wir sexy finden?

Die Wissenschaftlerin des Massachusetts General Hospital, Laura Germine, behauptet, vorige Untersuchungen hätten gezeigt, dass es die bisherigen eigenen Erfahrungen mit dem Gegenüber seien, die man in Beziehungen oder in Freundschaften sammelt. Solche positiven Assoziationen beeinflussen, wer uns wuschelig macht. Kurz gesagt: Dein Umfeld bestimmt, wen du attraktiv findest! Das erklärt auch, warum es oft genug der gleiche Typ Mann/Frau ist, den wir anziehend finden. Man sollte sich also – in der Theorie – gut überlegen, wen man als Arbeitskollegen hat oder wen man zur besten Freundin oder dem besten Freund kürt.

Schönheit liegt also wirklich “im Auge des Betrachters”. Irgendwie beruhigend.

 

Bildquelle: Leo Hidalgo unter cc-by-sa 2.0

Folge ZEITjUNG auf FacebookTwitter und Instagram!

Kommentare

Sag was dazu

Das könnte Dich auch interessieren