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Wie gesund wollen wir eigentlich leben?

Hier ein Kippchen, da ein Drink – über die Folgen denkt da kaum jemand nach. Wie viel sind wir bereit, für einen gesunden Lebensstil zu opfern?

Von Simone Mauer

Im ersten Moment könnte man sich denken: Was für eine bescheuerte Frage! Natürlich wollen doch alle so gesund wie möglich sein! #healthyfood und so. Das Schlagwort healthy ist besonders auf sozialen Netzwerken wie Instagram momentan ja sehr präsent. Scheint oftmals eher gleichgesetzt zu sein mit einem hippen Lifestyle, geilen Sportklamotten und natürlich einem gestählten sehr #healthy Körper. Aber was bedeutet „gesund sein“ eigentlich, wie viel haben wir selber in der Hand und wie spaßig ist das alles?

 

„Bitte bleiben Sie gesund“ oder „Live fast, die young“ – your choice?

 

„Bitte bleiben Sie gesund!“, so hieß es mal in einer Werbung, irgendein Apothekenkram höchstwahrscheinlich. Die Gesundheit eines Menschen ist ausschlaggebend für wirklich alles im Leben. Das Absurde dabei ist, dass man das ja eigentlich weiß, das Gegenteil aber wohl erst am eigenen Leib spüren muss, um wieder an die enorme Relevanz der eigenen Gesundheit erinnert zu werden. Doch woher kommen eigentlich Gesundheit und körperliches Wohlbefinden bis ins hohe Alter? Liegt das in den Genen, ist da ein bisschen Zufall dabei, ist es auch eine bewusste Entscheidung gesund sein zu wollen und sich dementsprechend zu verhalten?

Wahrscheinlich eine gute Mischung aus all dem. Krankheiten, für die wir aufgrund unserer Erbinformationen anfällig sind, sowie ein plötzlicher Unfall können unsere Gesundheit von einem auf den anderen Tag komplett ruinieren, egal wie gesund/ungesund wir davor gelebt haben. Andererseits können wir von solchen Schicksalsschlägen komplett verschont bleiben und unseren Körper durch sehr schlechtes Essen, Alkohol, Drogen und Schlafmangel über die Jahre ganz schön zu Grunde richten. Machen das manche Menschen vielleicht sogar mehr oder weniger bewusst, so nach dem Motto: Live fast, die young? Und wenn man seinen eigenen Körper wirklich sehr selbstzerstörerisch behandelt und sich von morgens bis abends mit irgendwelchen Substanzen zupumpt, hat das nicht wiederum auch mit der geistigen Gesundheit zu tun?

 

Ganzheitliche Gesundheit ist ein komplexes System

 

Geistige, seelische und körperliche Gesundheit hängen ja auch irgendwie zusammen, wie wir mittlerweile wissen. So richtig messen und erklären lässt sich die geistige und seelische Gesundheit schwer, besonders wenn man sich selbst nicht damit befassen kann oder will. Ein bisschen populärer ist es jedoch mittlerweile schon, die Gesundheit eines Menschen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Yoga, Meditation, verschiedene Arten von Wellness und Massagen sollen nicht nur den Körper stärken, sondern auch die vom Stress oder anderen Faktoren kränkliche Seele und den unter Daueranspannung und Leistungsdruck stehenden Geist wieder beleben und auf Vordermann bringen. Loslassen und so ist ganz wichtig.

So oft wie wir aus gesundheitlichen Gründen mal loslassen und uns nicht weiter stressen sollten, machen wir das aber meistens auch nicht. Work-Life-Balance und so… Hey, das ist wichtig für deine Gesundheit, dein Wohlbefinden! Und hier kann man sich wieder nach dem eigenen Willen fragen. Wenn man bemerkt, dass Belastungen, wie Arbeit, Studium oder sonstiges langsam, aber sicher den Körper und die Gesundheit fertig machen, zieht man dann die Notbremse? Will man sie ziehen? Könnte ja auch als Weichei-Mentalität aufgefasst werden…

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