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Trau dich! Diese Frau stellt sich 100 Tage lang ihren Ängsten

„100 Days Without Fear“ sollte uns allen Mut machen, unsere Ängste endlich anzupacken.

Die Sonne brennt und es ist heiß. Über dir ein knallblauer Himmel, nur ein paar Wölkchen zwischendrin. In der Ferne siehst du Baumwipfel, die sich langsam im Wind bewegen. Eigentlich ein schöner Sommertag. Aber sobald du nach unten schaust, wird dir schlecht. Dort spiegelt sich der Himmel im Wasser des Sees, ein paare kleine Wellen kräuseln das Bild. Und ganz klein siehst du dort auch dein eigenes Gesicht. Aber es ist so weit weg, als ob du von einem Hochhaus nach unten auf die Straße starrst. Dabei ist der Sprungturm vielleicht gerade mal drei Meter hoch. Hinter dir hörst du die anderen Kinder, wie sie kichernd und tropfend die Leiter nach oben steigen. Wenn du dich umdrehen würdest, würdest du vielleicht auch in ein anklagendes Gesicht blicken: „Mensch, was dauert da so lange? Warum springst du nicht endlich? Angsthase!“

 

Vom Angst haben

 

Das Schlimme ist: Es stimmt ja tatsächlich. Du hast Angst. Dein Magen fühlt sich ganz flau an, ein bisschen schlecht ist dir vielleicht sogar, deine Finger zittern, dein Herz rast, du überlegst hektisch, nach unten zu springen oder zurück auf die Leiter, beides furchtbare Möglichkeiten, aber dir bleibt nur eine übrig. Und am Ende ist die Angst vor dem Unbekannten zu groß. Was, wenn du blöd aufkommst? Wenn du nicht mehr auftauchst? Und irgendwie ist es einfach ein ganz blöder Gedanke, von dort oben zu springen. Warum sollte das jemand freiwillig tun? Wie soll das Spaß machen? Dann doch lieber die Blicke der anderen ertragen, das ist schon okay, das kommt schließlich auch wann anders mal vor.

 

Und was wäre, wenn…?

 

Unten stehst du dann und schaust zurück nach oben. Und dann fragst du dich, wie es wohl gewesen wäre, wenn du gesprungen wärst. Die anderen machen es ja schließlich auch und es scheint ihnen dabei ganz gut zu gehen. Damals warst du vielleicht zehn oder 12 oder keine Ahnung wie alt, aber es ging nur um einen Sprung vom Sprungturm. Doch jetzt bist du erwachsen, und trotzdem fürchtest du dich immer noch vor dem Sprung ins kalte Wasser. Du traust dich nicht, etwas zu tun, was dich eigentlich reizen würde.

Du hast Angst, dass es peinlich wird, oder dass du scheiterst. Dass andere eine neue Facette von dir entdecken, und dass dich dann jemand zurückweist. Du hast vielleicht Angst davor, allein zu sein, oder auch, dass dir Menschen zu nahe kommen. Du willst nicht streiten, nicht diskutieren, niemanden zu nahe treten. Du hast Angst, in einem Test zu versagen.

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