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Nike hat einen Sport-Hijab entwickelt und das ist auch gut so

Sport und Religion schließen sich nicht gegenseitig aus.

Pünktlich zum Weltfrauentag kündigt Nike eine Neuigkeit für alle muslimischen Sportlerinnen an: den Pro Hijab. Dieses Kopftuch soll es muslimischen Frauen ermöglichen, ohne Einschränkungen Sport zu treiben. Viele Frauen hatten sich gewünscht, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer Religion genauso ungehindert zu sporteln wie ihre KollegInnen. Ein traditionelles Kopftuch hat dabei bisher oft gestört, da es zum Beispiel zu heiß wird oder verrutscht. Nikes neuer Hijab soll genau solche Dinge verhindern. Dafür wurde ein sehr dünnes Material benutzt, das noch dazu überall kleine Löcher hat, um die Sportlerinnen vor Überhitzung zu schützen. Außerdem ist das Material sehr elastisch, sodass es zwar jedem passt, aber auch fest am Kopf sitzt.

 

Die Entwicklung eines Sport-Hijabs

 

Die Entwicklung des Sportkopftuches dauerte über ein Jahr, muslimische Sportlerinnen unterstützen Nike dabei. Zahra Lari ist eine davon: sie ist eine Eiskunstläuferin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Lari ist auch eine der ersten, die das Kopftuch bereits tragen kann, denn es wird erst im Frühjahr 2018 auf den Markt gebracht. Lari sagte in einem Statement, sie sei begeistert gewesen, als sie das Kopftuch das erste Mal ausprobiert hätte. Auch sonst wird der Hijab größtenteils positiv aufgenommen, es gibt kaum Kritik an Nikes Vorhaben, und wenn, dann eher wegen des Designs. Der Hijab ist in dunklen Farben erhältlich, und trägt aber auch gut sichtbar das Nike-Logo.

 

Jeder kann Sport machen

 

Bereits vor einigen Tagen hat Nike den Sport-Hijab in einem Werbefilm gezeigt. „What will they say about you?“ lautet darin die zentrale Frage. Der Spot zeigt bekannte muslimische Sportlerinnen und soll auch andere Frauen ermutigen, ihren Weg zu gehen.

Doch selbst wenn sie wollen, müssen viele Muslima noch immer dafür kämpfen, ihren Sport ausüben zu dürfen. In der FIFA waren zum Beispiel bis 2014 Kopfbedeckungen, also auch Kopftücher, verboten, so dass muslimische Frauen von vorneherein ausgeschlossen wurden; im Basketball ist es bis heute so. Erst vor einem Monat wurde darüber wieder diskutiert, aber die FIBA hält den sogenannten „Hijab Ban“ weiter aufrecht.

Dabei zeigen Frauen wie Zahra Lari, dass ein Kopftuch und Profi-Sport sich auf keinen Fall ausschließen.

 

 

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