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Dieses Buch zeigt die Bilder, die Instagram gelöscht hat

Instagram hat strenge Regeln, was gepostet werden darf und was nicht. Welche Bilder wirklich gelöscht werden, zeigt das Buch „Pics or It Didn’t Happen“

Mehr als 500 Millionen Menschen sind auf Instagram unterwegs. Pro Minute laden diese Nutzer 40.000 Bilder hoch, das macht am Tag fast 60 Millionen Bilder. Auf 60 Millionen Bildern darf alles mögliche zu sehen sein – nur nicht das, was laut Instagram-Richtlinien verboten ist. Aber mal ehrlich, bei AGBs geht es uns doch allen gleich – kein Mensch liest die. Deswegen kann es vorkommen, dass du auf einmal eine Meldung bekommst, dass eines deiner Bilder gelöscht wurde. Wem das schon mal passiert ist, der weiß, dass man nicht angezeigt bekommt, welches Bild gelöscht wurde, sondern man muss unter Umständen durch seinen Feed scrollen und dabei genau in Erinnerung haben muss, welche Bilder man gepostet hat. So ging es auch den beiden Künstlerinnen Arvida Byström und Molly Soda.

 

Die gelöschten Instagram-Posts

 

Deswegen haben die beiden ein Buch mit von Instagram gelöschten Fotos publiziert. Die Idee dazu kam den beiden, als eines von Arvida Byströms Fotots gelöscht wurde und sie dann auf Twitter den Satz „can we make a ceremony for all the banned ig posts“ postete. Soda meinte daraufhin, man sollte daraus ein Buch machen – und hier ist es: „Pics or It Didn’t Happen“. Dafür haben sie ihre jeweiligen Follower gebeten, Bilder zu schicken, die Instagram nicht haben wollte. Für die beiden war es interessant zu sehen, welche Bilder erlaubt waren und welche nicht. Die App bezeichnet die gelöschten Bilder als gefährlich, und die Künstlerinnen fragten sich, warum ein unrasiertes Bein „gefährlicher“ sei als ein glattes – oder zum Beispiel auch, was eine künstlerische Nacktaufnahme eigentlich zur Gefahr macht.

 

Schamhaare sind „gefährlich“

 

Instagram löscht nämlich nicht nur offensichtliche Nacktbilder, sonder auch Fotos, die zum Beispiel Schamhaare oder überhaupt Körperbehaarung zeigen. Dass weibliche Nippel im Gegensatz zu männlichen auch verboten sind, weiß inzwischen wahrscheinlich auch schon jeder. Obwohl Byström und Soda Feministinnen sind, soll ihr Buch nicht feministisch sein. Wie sie in einem Interview mit i-D sagen, soll es eher darum gehen, dass man sich mehr mit dem propagierten Körperbild der heutigen Gesellschaft auseinandersetzt. Es wurde zum Beispiel auch das Porträt einer Frau mit Kopftuch gelöscht – anscheinend weil die Bildunterschrift missverständlich war.

Arvida Byström wollte übrigens ihren Instagram-Followern einen kleinen Vorab-Einblick in das Buch gewähren und hat ein kleines Video vom Durchblättern gepostet – welches dann von Instagram gelöscht wurde.

 

Bild 1: Rin Johnson; Bild 2: Molly Soda

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